Die Wolfebnerspitze – Klettern in der Route »Baderführe«

An der Wolfebnerspitze klettern ist nicht immer ganz leicht. Aber auch für den gemäßigten Kletterer gibt es einen Weg durch die glatte Plattenwand: Die Baderführe erschließt an deren linkem Rand einen überraschend leichten Weg. Wenn da nicht der verzwickte Einstieg mit dem fehlenden Griff wäre. Sind die ersten drei Meter geschafft, hält einen nichts mehr.

Wolfebnerspitze klettern

Wolfebnerspitze: Klettern oberhalb der Hermann-von-Barth-Hütte

Route Baderführe auf einen Blick

V
Schwierigkeitsgrad
1 1/2 Std.
Kletterzeit
100m
Wandhöhe
110m
Kletterlänge
Süd
Wandexposition

Eckdaten zur Kletter-Route Baderführe an der Wolfebnerspitze

Gebiet Allgäuer Alpen
Erstbegehung H. Bader (solo), 1930
Zu-/ Abstieg ↑ 20 Min., 100 Hm (ab Hütte), ↓ 1/2 Std. (zur Hütte)
Schwierigkeit V (V-/A0), meist IV
Absicherung Sehr gut abgesichert
Material Express-Schlingen
Stützpunkt Hermann-von-Barth-Hütte

Zu- und Abstieg

Wolfebnerspitze klettern

An der Wolfebnerspitze – Klettern mit der Sonne im Rücken

Zustieg:
Von der Hermann-von-Barth-Hütte über markierten Steig zum südlichen Fuß der breiten Westwand und den Steilaufschwung bis auf Höhe des ersten Bandes hinauf. 15 m nach links queren; Einstieg an der zweiten Höhle.

Abstieg:
Über die glatte und feste Plattenwand zum Einstieg abseilen. In wenigen Minuten zur Hütte.

Wolfebnerspitze: Klettern in der Route Baderführe

1 SL: Den Einstiegsüberhang rechts überwinden und eine Verschneidung 4 m steil hinaufklettern. Nicht dem Riss nach rechts folgen, sondern nach Linksdrehung senkrecht empor.
2. SL: Vom Stand rechts der Schuppe gerade über die Platte hoch zum Stand leicht links.
3. SL: 2 m links auf blockiges Gestein und dann senkrecht hinaufklettern.
4. SL: Über die Platte zuerst senkrecht und später leicht nach links ziehend durch Riss empor. Zuletzt über gestuften Fels rechts eines kleinen Türmchens.

Wolfeberspitze klettern

Topo Kletter-Route »Baderführe« an der Wolfebnerspitze

Infos zum Klettern an der Wolfebnerspitze

Talort/Ausgangspunkt Elbigenalp, Schnitzerschule Geisler-Moroder (1050 m)
Anfahrt Durchs Lechtal nach Elbigenalp; von Reutte kommend vor der Brücke rechts zur ausgeschilderten Schnitzerschule Geisler-Moroder (P); mit öffentlichen Verkehrsmitteln: per Zug nach Reutte und mit dem Postbus 4268 oder 8430 durchs Lechtal bis Elbigenalp
Stützpunkt Hermann-von-Barth-Hütte (2131 m): DAV Düsseldorf, bew. Mitte Juni bis Anfang Oktober, 93 L; Tel. +43/(0)5634/66 71, Winterraum offen: www.hermann-von-barth.at
Hüttenzustieg 2 1/2 Std., 1100 Hm
Karten AVK »Allgäuer Alpen Ost«, Blatt 2/2, 1:25 000 BLVA »Allgäuer Alpen«, UKL 8, 1:50 000
Literatur »Klettern an der Wolfebnerspitze«, Toni Freudig (erhältlich an der Hermann-von-Barth-Hütte oder über www.freudig.de)
»Kletterführer Allgäu incl. Tannheimer Tal«, Achim Pasold, Panico Verlag
Weitere Routen: Wolfebnerspitze Nordgipfel-Südwand
– »Großer Pfeiler« (VI–) Südwestwand
– »Kauschkaführe« (VI–) Südwestwand
– »Mikado« (VII oder VI/A1)
– »Südwestkante« (VII– oder VI+/A0)
Baseclimbs in Klettergärten an der Südwest- und Südostseite des Berges
Neben der Wolfebnerspitze sind im Allgäu vor allem Schneck und Fuchskarspitze im hinteren Ostrachtal zu empfehlen. Den langen Zustieg zum Prinz-Luitpold-Haus oder direkt zu den Wänden lohnen am Schneck vor allem die Ostwand (Stelle VI+, meist zwischen V und VI) und das »Schneckgespenst« (Stelle VII–, meist zwischen V+ und VI+) sowie an der Fuchskarspitze die »Schwarze Wand« (V, Genuss pur) und die »Wiederholungsaufgabe« (VI–, gut abgesichert).
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