Roggalspitze Nordkante – Klassiker im Lechtal

Drumherum absolutes Niemandsland – das soll was heißen. Belobhudelt wie kaum eine andere, beliebt und begehrt, schneidig und elegant, einfach begeisternd. Was ist nicht schon geschrieben worden über die Roggalkante? »Traumtour, Genussklassiker, Idealkante, eine der schönsten Kanten der gesamten Alpen, die schönste Kante der Alpen«. Superlative hin oder her – sie ist einfach klasse. Also darf sie auch hier nicht fehlen, also stapeln sich auch weiterhin die Seilschaften, also wird der Fels weiter poliert und poliert und poliert.

Roggalspitze Nordkante

Die Nordkante an der Roggalspitze

Roggalspitze Nordkante auf einen Blick

V
Schwierigkeitsgrad
2-3 Std.
Kletterzeit
180m*
Wandhöhe
200m
Kletterlänge
Nord
Wandexposition

* bis zum Ausstieg an der Terrasse

Eckdaten zur Nordkante an der Roggalspitze

Gebiet Lechtaler Alpen
Erstbegehung E. Haslwanter, D. Blümel, 1985; in Teilen schon sehr viel früher
Zu-/ Abstieg ↑ 3/4 Std., 300 Hm, ↓ 3/4 Std.
Schwierigkeit V (Stellen), meist IV+ und III
Absicherung Kaum abgesichert, selbstständige Sicherung gut möglich
Material Express-Schlingen, kleine und mittlere Klemmkeile, Friends 2-4
Stützpunkt kein Stützpunkt

Zu- und Abstieg:

Zustieg:
Von Lech in 1/2 Std. nach Zug. Ab Zug der Wegweisung folgend über das Stierlochjoch zur Ravensburger Hütte (1 1/2 Std.). Oder ab Spullersee (siehe Kasten rechte Seite, Hinweis zur Zufahrt) über die Staumauer und entlang des Sees in 1/2 Std. zur Hütte. Von der Hütte rechts des Bachs taleinwärts gehen. Rechts zur Roggalspitze abzweigen und über Geröll zur Nordschlucht aufsteigen. Der Einstieg befindet sich ungefähr 20 m rechts der Schlucht bei Köpfl (1 Std. ab Hütte).

Abstieg:
Auf Trittspuren kurz über den Südgrat und links durch die Südostrinne absteigen. Über eine Steilstufe (II, Drahtseilversicherung) auf den Wanderweg und zur Ravensburger Hütte hinunter (3/4 Std.). Rechts der Hütte über das Stierlochjoch direkt nach Zug und ggf. weiter nach Lech absteigen.

Route

Roggalspitze Nordkante

Topo Roggalspitze Nordkante

1. SL: Über ein Riss-System geradewegs empor (Vorsicht vor Steinschlag).

2. SL: Weitere 5 m Risskletterei, dann rechts an die Kante und senkrecht hinauf.

3. SL: Über plattigen Fels und Risse weiter direkt nach oben klettern.

4. SL: Geradeaus auf ein Band und Rechtsquerung auf die 1. Schulter.

5. SL: Neben der Kante steil hinauf, durch eine Rissverschneidung auf die 2. Schulter und rechts zum Stand.

6. SL: Über Platten steil an der Kante empor.

7. SL: Weiter die Kante hinauf.

8. SL: Rechts der Kante hinauf und durch eine Verschneidung und auf einen Absatz.

9. SL: Über Schrofen links zum Gipfel.

Weitere Infos zur Roggalspitze im Lechtal

Talort/Ausgangspunkt Lech (1444 m), ab Post halbstündlich mit Wanderbus zum Spullersee (1830 m); Zug (1510 m, Zufahrt über Mautstraße nur bis 8 Uhr möglich)
Anfahrt Von Lech ggf. weiter nach Zug; Postbuslinien 4268 von Reutte oder 4242 und 4248 von Landeck/St. Anton nach Lech
Stützpunkt Ravensburger Hütte (1948 m): DAV Ravensburg, bew. von Mitte Juni bis Anfang Oktober, 81L, Winterraum mit AV-Schlüssel; Tel. +43/(0)664/500 55 26, www.ravensburgerhuette.at
Karten AVK »Lechtaler Alpen, Arlberggebiet«, Blatt 3/2, 1:25 000
Literatur »Kletterführer Vorarlberg«, Achim Pasold, Panico Verlag
Weitere Routen Rund um die Hütte gibt es viele Klettermöglichkeiten in Klettergärten und Mehrseillängenrouten. Infos und Topos siehe www.ravensburgerhuette.at.
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